Memories of Heidelberg

Unsere Heidelberg Erinnerungen: Schülergruppen

Besonders wenn Schülergruppen freie Zeit um die Kirche haben, gilt es diese leider immer besonders zu beobachten. Oftmals werden die Augen groß und schnell verschwindet was im Jackenärmel oder in einer Tasche. Ich weiß, dass viele das für Vorurteile halten, aber wir erleben es einfach immer wieder. An diesem Oktobertag wurde ich eines besseren belehrt. Eine Mädchengruppe hielt sich lange an den Magnetständern auf. Ich beobachtete ein Mädchen, das lange Zeit an dem Puppenkorb verbrachte. Nachdem die Gruppe einen Stand weiterging, schaute ich, was das Mädchen gemacht hatte. Ich musste lachen, bin ihr hinterher gelaufen und habe mich bedankt. Sie hat allen Puppen die Haare gerichtet und mit den Bändern schöne Schleifen gebunden. Da wurde ich eines Besseren belehrt. Natürlich werde ich meine Adleraugen offen halten, aber eben vor allem für die schönen Dinge und die guten Taten.

Unsere Memories of Heidelberg

Gerade in diesen Tagen des Lockdowns ohne Öffnungsperspektive für mein Geschäft denke ich oft an unsere bis letztes Jahr ganz selbstverständlichen Erlebnisse in Heidelberg. Sei es das Öffnen unserer Türen für die Heidelberger Reiseführer, damit sie das Brezelmaß hinter unseren Türen besser zeigen können, die Erklärungen was Kuckucksuhren mit Heidelberg zu tun haben oder einfach nur die Beantwortung zahlreicher Fragen rundum Heidelberg, unsere schöne Region und ob wir Briefmarken zu unseren Postkarten verkaufen. Jede Kleinigkeit fehlt. Reisen war für uns und unsere Kundinnen das Normalste der Welt. Aktuell ist nicht vorstellbar, wann es wieder so werden kann. Das Jahr 2017 als ich das Geschäft meines Onkels übernommen habe ist so weit weg. Damals konnte sich keiner vorstellen, dass wir so etwas jemals erleben würden.

Ziemlich genau vor einem Jahr musste ich mein Geschäft das erste Mal schließen. Glücklicherweise hatten wir schnell zumindest eine kleine Idee, die uns weiterhelfen konnte: ich nähte Masken und mein Mann gestaltete mir einen Onlineshop über den wir diese vertreiben konnten. Ich habe immer gesagt, ich brauche keinen Onlineshop. Souvenirs verkaufen sich nicht im Internet. Souvenirs haben viel mit Emotionen und Erlebtem in den schönen Urlaubstagen zu tun. Sie werden vor Ort gekauft. Es ist schwer zu erklären, wie ich selbst zu dieser Verbundenheit zu wie viele es nennen diesem „Kram“ (und das ist noch nett ausgedrückt) gekommen bin. Doch diese Mitbringsel, wunderschöne Souvenirs, von Heidelberg und Deutschland bedeuten nun mal für jeden etwas anderes. Und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Dazu passt auch ein häufiges Zitat meines Onkels: „Wenn du nur das verkaufst, was dir gefällt, bist du in einem Monat pleite.“ Es steckt aber viel mehr dahinter. Vielleicht schaffe ich es nun endlich ein kleines Herzensprojekt in Gang zu bringen. Zusammen mit meinen Mitarbeiterinnen sammeln wir unsere „Memories of Heidelberg“ (ich hoffe ihr habt nun auch gleich einen Ohrwurm). Wöchentlich will ich versuchen eine Erinnerung zu teilen, um die Wartezeit bis wir neue Geschichten erleben, zu verkürzen.

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